Ostern ist schön. Ein paar freie Tage, Zeit mit der Familie, Ostereier, Geschenke, Freude auf den Frühling, auf Licht und Wärme. Aber Ostern beinhaltet noch viel mehr: Für Christen ist es das höchste Fest. Gefeiert wird die Auferstehung Jesu Christi. Und sein Sieg über den Tod.


Rund um das Fest: Osterbräuche erklärt

Wieso werden Ostereier gefärbt und versteckt? Warum von einem Hasen? Einige Fakten dazu.

Zentrum des Glaubens: Die Auferstehung

Wie glaubwürdig sind die Berichte, dass das Grab leer ist? Was berichten Augenzeugen?

Weltbewegend: Menschen begegnen Gott

Jesus, der Influencer – bis heute erzählen überall auf der Welt Menschen von Begegnungen mit dem Auferstandenen.




Warum Eier und Hasen?

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele Symbole rund um das Osterfest etabliert. Am weitesten verbreitet: das Osterei. Es wird bemalt, versteckt und gegessen. Im Ostermonat verzehrt der Deutsche pro Kopf drei Eier mehr als sonst. Insgesamt macht das rund 235 Eier pro Person in einem Jahr.


In vielen Kulturen ist das Ei ein Zeichen für Fruchtbarkeit und das Leben. Im Christentum galt es schon früh als Symbol der Auferstehung. Im 13. Jahrhundert werden erstmals bemalte Ostereier erwähnt. Während der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern durften keine Eier gegessen werden. Die Hühner haben aber trotzdem weiter Eier gelegt. So musste das Überangebot haltbar gemacht werden. Beim Kochen der Eier wurden dem Wasser Pflanzenteile zum Färben beigegeben. So konnte man die gekochten von den rohen Eiern unterscheiden. Traditionell wurden – in Anlehnung an das Blut Christi – die Eier rot gefärbt.


Das Ostereiersuchen ist seit dem 19. Jahrhundert ein Brauch. Am Ostermorgen werden Eier vom Osterhasen – so wird es den Kindern erzählt – versteckt.


Warum ein Hase? Das ist nicht so ganz klar. Eine Theorie besagt, dass der Osterhase ein missratenes Osterlamm sein soll. Bäcker haben aus Teig ein Osterlamm geformt, das dann aber eher wie ein Hase aussah. Schon seit der Antike wird der Hase übrigens mit Ostern verbunden als ein Symbol für Christus, den Auferstandenen. Der Hase hat keine Augenlider, er „schläft“ also nie – wie Christus, der niemals entschläft.

Damit sind wir bei der christlichen Bedeutung von Ostern: 

  • Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. 
  • Der Tod ist besiegt. 
  • Wir brauchen ihn nicht mehr fürchten.


Auferstehung – Zentrum des christlichen Glaubens

Die Berichte rund um die Auferstehung nehmen in den biblischen Berichten über das Leben von Jesus einen breiten Raum ein. Untrennbar dazu gehören die vorausgehenden Tage Gründonnerstag und Karfreitag. Nur in dieser Verbindung erschließt sich die Osterbotschaft.


Das Grab ist leer. Wie glaubwürdig sind die Berichte?

Das Grab ist leer, der Leichnam ist weg, nur die Tücher, in denen er eingewickelt war, liegen noch da. Frauen berichten: „Jesus lebt! Ich habe ihn gesehen. Und er hat mit mir gesprochen.“ Die Behauptung der Jünger, dass das Grab leer ist und ihr Herr und Meister wieder lebt, klingt auch in der Antike schon unglaubwürdig. Die Zeitgenossen von Jesus waren ja nicht naiv – so etwas hatte es einfach noch nie gegeben.

Ein Versuch, die Auferstehung zu erklären, ist, sie als Mythos – also nur im übertragenen Sinn – zu verstehen. Das bedeutet, es geht dann nicht um ein historisches Ereignis, sondern um ein innerliches Geschehen. Jesus lebt demnach in den Gedanken derjenigen weiter, die ihn lieben. Aber: Sowohl die Jünger von Jesus als auch Gegner und Skeptiker sprechen immer von einer realen, leiblichen Auferstehung, ob sie daran glaubten oder nicht. Wenn die Anhänger von Jesus sich die Auferstehung ausgedacht hätten, dann hätten sie einige Schwierigkeiten sicher vermieden:

Bestimmt hätten sie nie im Leben Frauen als Zeugen der Auferstehung genommen, denn deren Aussage galt damals vor Gericht nichts. Und sicherlich hätten sie die verschiedenen Aussagen rund um die Auferstehung harmonisiert. Aber es bleiben Ungereimtheiten in den vier Berichten der Evangelien. Das kann als Hinweis dafür gelten, dass sie selbst von der Auferstehung überrascht wurden. Als etwas, das es noch nie gegeben hat. Etwas Unbegreifliches, wofür es schwer ist, Worte zu finden. Aber glaubwürdig, also: würdig, es zu glauben.



Hier können Sie die Auferstehungsgeschichten in den vier Evangelien nachlesen und vergleichen:


Wie verlässlich ist das Neue Testament? Gibt es außerhalb der Bibel Beweise für die Existenz Jesu? Welche Gründe gibt es, tatsächlich an die Auferstehung als historisches Ereignis zu glauben? Zerstreuen wissenschaftliche Argumente nicht jeden Glauben an das Übernatürliche? Diesen Fragen ist der Journalist Lee Strobel nachgegangen und hat ausgewiesene Experten ins Kreuzverhör genommen. Was ist dran am „Fall Jesus“?



Ohne ins Detail zu gehen, ist sein Fazit: Es gibt gute Argumente für die Auferstehung.

Wundersame Verwandlung

Das Neue Testament beschreibt nicht die Auferstehung selbst. Dieses Ereignis wird nur indirekt dargestellt. Die Jünger erzählen von Begegnungen mit dem Auferstandenen. Die Berichte sind geheimnisvoll, so wird etwa Jesus von seinen engsten Freunden nicht sofort erkannt. Sein Körper trägt die Wundmale. Er kann durch Wände gehen. Begleitet unbemerkt, ist da, lässt sich berühren und verschwindet wieder.

Doch die Begegnung mit ihm bewirkt Veränderung. Traurigkeit verwandelt sich in Freude, Angst in Mut, Verzweiflung in Hoffnung. Aus einer verzagten, schwachen und ängstlichen Gruppe werden mutige, kraftvolle Zeugen, die gegen alle Widerstände den Mund aufmachen und verkünden: Jesus lebt! Man darf daran zweifeln, ob ein Glaube, der auf Autosuggestion, Manipulation oder bewusster Täuschung beruht, dazu imstande gewesen wäre.


Begegnungen mit dem Auferstandenen

In der Bibel gibt es verschiedene Berichte von Menschen, die dem auferstandenen Jesus begegnen. Es sind allesamt Menschen, die zunächst nicht damit rechneten. Das Geschenkheft „Osterfreude“ von Steffi Baltes erzählt Geschichten von Menschen, die Vorboten und Zeugen der Ereignisse am Ostermorgen werden durften. Frauen und Männer, deren Leben durch Jesus, den Auferstandenen, verändert wurde …

Die Emmaus-Jünger – ein unerkannter Begleiter

Zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, dessen Name ist Emmaus. Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. Da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten. (…) Und als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach’s und gab’s ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?

Lukas 24

Bloß fort von Jerusalem, wo ihre Hoffnung gestorben ist, zusammen mit ihren Träumen. Jesus ist gekreuzigt worden. Nichts hält die beiden Wanderer, die die christliche Tradition als Kleopas, den Onkel Jesu, und seinen Sohn Simeon identifiziert, noch in Jerusalem. Sie sind auf dem Weg zurück in ihr Heimatdorf, als sich ihnen ein Fremder anschließt. Sie erkennen nicht, dass es sich bei ihrem Weggefährten um den Auferstandenen handelt. Auch dann nicht, als ihr Begleiter ihnen die Geschehnisse der vergangenen Tage deutet. Erst bei der Tischgemeinschaft am Abend, als der Fremde im Haus von Kleopas das Brot bricht, erkennen sie ihren Herrn.

Wie oft erkennen wir nicht, dass Jesus längst mit uns auf dem Weg in eine gute Zukunft ist, und halten stattdessen fest an den Wunden und dem Schmerz der Vergangenheit? Jesus will Gemeinschaft mit uns haben, mitten im Alltag. Er fragt interessiert: Wie geht es dir? Und dann reicht er das Brot, um uns zu stärken. So erzählt es auch eine weitere Begegnung mit dem Auferstanden.


Die Jünger am See – von Christus versorgt


Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tiberias. (…) Er sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. (…) Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!

Johannes 21

Die Freunde Jesu sind wieder in ihrem alten Leben angekommen. Sie schuften schwer, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Offenbar rechnen sie nicht mehr mit dem Auferstandenen. Denn als Jesus sich ihnen am Ufer des Sees Genezareth zeigt, ist er für sie ein Fremder. Doch dann, an seinen Taten, erkennen sie ihren Herrn. Auf wundervolle Weise versorgt er seine Freunde, nachdem sie sich lange umsonst abgemüht hatten. Voller Freude und Aufregung beeilen sie sich, ans Ufer zu rudern. Dort werden sie von Jesus empfangen, der bereits alles für ein ausgiebiges Frühstück vorbereitet hat. Es gibt keine Predigt oder Zurechtweisung, weil sie ihn vergessen hatten. Nein, Jesus kümmert sich um ihr leibliches Wohl. Miteinander essen und als Freunde Gemeinschaft haben, das hat Priorität. Das ist eine Wohltat für die Seele. Und dann dürfen wir von dem weitergeben, was uns geschenkt wurde.
Aus: Steffi Baltes, Osterfreude – Er ist wahrhaftig auferstanden ©  2019 Francke Verlag Marburg



Weltbewegend – Jesus ist erfahrbar

Jesus, der große „Influencer“

Bis heute erleben Menschen überall auf der Welt diese Auferstehungskraft von Jesus. Wie damals sind die Geschichten sehr unterschiedlich. Manche sind lange auf der Suche, manche werden ungefragt von Gott überrascht. Manche lesen in der Bibel, andere haben Begegnungen mit Christen, manchen erscheint Jesus im Traum. Immer sind es individuelle Begegnungen.

Wie ist Gott? – Drei Perspektiven

Daniel Böcking ist stellvertretender Redaktionsleiter bei bild.de, Andreas Gralewski war obdachlos und Elisabeth Meinhardt ist Hebamme. Sie alle gehen der Frage nach: Wie ist Gott?




Ex-KGB-Spion will keine Lügen mehr

Es ist eine der spektakulärsten Agenten-Stories des kalten Krieges. 20 Jahre lang lebte Jack Barsky als KGB-Spion in den USA und führte ein Doppelleben. Er hat zwei Identitäten, zwei Leben und sogar zwei Familien. Bis er auffliegt.

Gibt es Gott? Glaube contra Vernunft

Thomas Kotulla wird plötzlich schwer krank. Er muss sich mit dem Sterben auseinandersetzen. Doch was kommt nach dem Tod? Als Wissenschaftler stellt diese Frage sein Weltbild auf den Kopf…

Geflohen übers Mittelmeer – von Jesus geträumt

Auf der Suche nach Freiheit verlässt Hasti Parsigohar ihr Heimatland Iran. Sie flieht in einem Boot nach Europa. Mitten auf dem Meer beginnt das Boot zu sinken. In ihrer Panik schreit sie zu Jesus.

Kirche ist langweilig – Suche nach Freiheit

Stephan Maag fand Dinge wie Gottesdienst, Glaube und alles, was damit zu tun hat, stinklangweilig. Er wollte seine Freiheit. Irgendwann fand er sie, aber nicht da, wo er sie vermutet hätte.

Wenn du magst, findest du hier noch mehr Geschichten von Männern und Frauen, die heute erfahren haben, dass Jesus lebt. Noch ausführlicher erzählen Menschen von ihren Gottesbegegnungen in der Sendung ERF MenschGott.




Neue Perspektiven durch den Glauben

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer mich annimmt, wird leben, auch wenn er stirbt, und wer lebt und sich auf mich verlässt, wird niemals sterben, in Ewigkeit nicht.

Jesus in Johannes 11, 25

Wenn die Auferstehung real ist und du auf Jesus Christus vertraust, dann hat der Tod nicht mehr das letzte Wort. Jesus hat ewiges Leben versprochen. Außerdem darfst du darauf vertrauen: Jesus ist lebendig und gegenwärtig. In jeder Situation kannst du mit seiner Kraft und Gegenwart rechnen. Jesus kennt Leid und ist dir darum im Leiden nahe. Er hat die Welt erlöst, indem er alles in Liebe erlitten hat. Weil er auferstanden ist, gilt: Das Leid wird nicht das letzte Wort haben.


Auf(er)stehen

Denn Sohn Gottes, Jesus Christus, ist nicht als Ja und Nein zugleich gekommen; in ihm ist das Ja verwirklicht. Er ist das Ja zu allem, was Gott verheißen hat.

2. Kor. 1,19–20

Vielleicht fühlst Du Dich manchmal so wie die Freunde von Jesus, als sie ihn am Kreuz sterben sahen: Tief im Herzen ein quälender Schmerz. Die Hoffnung auf ein besseres Leben – gestorben. Was Du glaubst, ist plötzlich nicht mehr wahr. Glauben fällt dir schwer. Oder völlig weit weg.

Manchmal ist Glaube da und verändert alles sofort. Manchmal aber ist er wie eine Saat, die langsam wächst. Zunächst im Verborgenen, aber sie wächst, wird blühen und Frucht bringen. Ein kurzes Gebet kann ein Anfang sein: „Jesus, du sagst Ja zu mir. Ich will dich kennenlernen. Zeige mir, wer du bist.“